Tod auf dem Nil

Genre: Krimi
Land: UK
Erscheinungsjahr: 1978
Länge: 134 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Stab:

Musik: Nino Rota
Regie: John Guillermin

Darsteller:

Peter Ustinov: Hercule Poirot

David Niven: Colonel Johnny Race

Simon MacCorkindale: Simon Doyle

Mia Farrow: Jacqueline De Bellefort

Lois Chiles: Linnet Ridgeway

Bette Davis: Marie Van Schuyler

Maggie Smith: Miss Bowers

Angela Lansbury: Salome Otterbourne

Olivia Hussey: Rosalie Otterbourne

George Kennedy: Andrew Pennington

Jane Birkin: Louise Bourget

Jack Warden: Dr. Ludwig Bessner

Jon Finch: James Fergusson

I. S. Johar: Manager der Karnak

Harry Andrews: Butler Barnstaple

Sam Wanamaker: Sterndale Rockford

Handlung:

Nachdem die wohlhabende amerikanische Lady Linnet Ridgeway und der eher arme Simon Doyle geheiratet haben, verbringen sie ihre Flitterwochen in Ägypten. Ebenfalls anwesend ist Jacqueline, genannt Jackie, die ehemals beste Freundin von Linnet und zuvor auch Simons Verlobte. Jackie ist offensichtlich sehr wütend. Sie verfolgt die beiden und sinnt auf Rache. Als Linnet bei der Besichtigung der Tempelanlage von Karnak fast von einem Steinblock erschlagen wird, beginnen die Ermittlungen des Detektivs Hercule Poirot, der zufällig auch in Ägypten ist. Er glaubt bei dem Steinschlag nicht an Zufall, sondern eher an einen kaltblütigen Mordanschlag.

Bei seinen weiteren Nachforschungen auf einer Nildampferfahrt erfährt Poirot, dass nicht nur Jackie, sondern auch diverse andere Mitreisende nicht gut auf Linnet zu sprechen sind. Da wären z. B. ihr Dienstmädchen Louise Bourget, das den Dienst quittieren und heiraten möchte, dazu aber Geld von Linnet Doyle braucht, die trunksüchtige und sexbesessene Schriftstellerin Salome Otterbourne, die Linnet vergeblich von einer Verleumdungsklage abbringen möchte, der junge Salonkommunist Ferguson, der sie für eine Parasitin hält, Frau van Schuyler, eine Gesellschaftsdame, die scharf auf Linnets Perlenkette ist, deren Gesellschafterin Bowers, deren Vater von den Ridgeways in den Ruin getrieben wurde, Dr. Ludwig Bessner, ein Schweizer Arzt, dessen Ruf sie ruiniert hat, und Pennington, ihr amerikanischer Rechtsanwalt, der sie betrügen möchte. Die Reihe der möglichen Täter des Mordanschlages ist also sehr lang.

Ein paar Tage später kommt es zwischen Jackie und Simon zu einem heftigen Streit, infolge dessen Jackie Simon mit einer Pistole ins Bein schießt. Man bringt die völlig aufgelöste Jackie in ihre Kabine und sorgt dafür, dass sie nicht allein ist – Miss Bowers, die Krankenpflegerin ist, bleibt die ganze Zeit bei Jackie. Bald darauf wird Simon von Dr. Bessner versorgt und in seine Kabine gebracht.

Am folgenden Morgen wird Linnet Doyle von ihrem Dienstmädchen Louise tot in ihrem Bett aufgefunden, mit einer Schusswunde am Kopf. Ihre Zeigefingerkuppe ist blutbefleckt, und an der Wand neben dem Bett steht ein großes blutig rotes J, das auf Jackie hinweisen könnte. Allerdings kann Linnet das nicht selbst geschrieben haben, da sie sofort tot gewesen sein muss. Poirot folgert, dass diese Initiale vom Mörder hinterlassen worden sein muss. Nun beginnen die Ermittlungen, und außer Simon und Jackie scheint keiner der weiteren Passagiere ein Alibi zu haben – alle hatten die Möglichkeit, die Waffe an sich zu nehmen und später die Tat zu begehen. Dann wird Louise mit durchschnittener Kehle aufgefunden, in der Hand einen winzigen Banknotenrest. Sie hat offensichtlich den Mörder erpresst. Mrs. Otterbourne, die wiederum Louises Mörder gesehen hat und dies lauthals verkündet, wird in Poirots Anwesenheit durch die geöffnete Kabinentür erschossen, bevor sie einen Namen nennen kann. Der noch rauchende Revolver Andrew Penningtons liegt an der Reling, und der Schütze ist ungesehen entkommen.

Poirot ruft alle Beteiligten im Salon zusammen und löst schließlich den verzwickten Fall: Die Tat war minutiös vorbereitet, und Simon und Jackie sind gemeinschaftliche Täter: Ihr Schuss in Simons Bein war nur vorgetäuscht, damit Simon im Laufe der Ermittlungen als zur Tatzeit bewegungsunfähig gelten musste. Simon hatte rote Tinte aus einem Nagellackfläschchen seiner Frau auf das Taschentuch geträufelt, damit es den Anschein hatte, dass er getroffen worden war und blutete. Simon führte unmittelbar nach dieser scheinbaren Verletzung den Mord aus, um sich dann selbst tatsächlich entsprechend zu verletzen, damit der später eintreffende Dr. Ludwig Bessner die Verletzung bestätigen konnte. Das Zimmermädchen Louise wollte als Zeugin die Täter erpressen und wurde daraufhin von Jackie mit einem Skalpell Dr. Bessners ermordet. Auch Mrs. Salome Otterbourne wurde später – ebenfalls von Jackie – als Mitwisserin erschossen. Nach der Präsentation dieses Sachverhaltes greift Poirot in Ermangelung von Beweisen zu einem Bluff, dem von ihm so genannten Moulage-Wachstest zur Identifizierung von Pulverrückständen in der Haut zwecks Patronenzuordnung. Damit sollte die Täterschaft Simons bei den beiden letzten Schüssen aus der vierläufigen Pistole bewiesen werden können, woraufhin Jackie erst Simon und dann sich selbst mit der ergriffenen Tatwaffe erschießt. Der Film endet mit einem Molière-Zitat: Die große Ambition der Frauen ist die Ermutigung zur Liebe.

Quelle: Wikipedia