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Cast Away – Verschollen

Genre: Abenteuer
Land: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge: 143 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Stab:

Musik: Alan Silvestri
Regie: Robert Zemeckis

Darsteller:

Tom Hanks: Chuck Noland

Helen Hunt: Kelly Frears

Chris Noth: Jerry Lovett

Nick Searcy: Stan

Christopher Kriesa: Pilot Kevin

Vince Martin: Pilot Al (Albert)

Lari White: Bettina Peterson

Garret Davis: Pilot Blaine

Michael Forest: Pilot Jack

Jenifer Lewis: Becca Twig

Handlung:

Chuck Noland aus Memphis, Tennessee, ist ein leitender Angestellter des US-amerikanischen Logistikunternehmens FedEx. Für sein Unternehmen ist er weltweit unterwegs; zu Anfang erklärt er einer im Aufbau befindlichen Niederlassung in Russland, wie wichtig es sei, Sendungen so zügig wie möglich zu befördern.

Wegen einer solchen Dienstreise verschiebt Chuck nicht nur einen dringend nötigen Zahnarzttermin, sondern auch die gemeinsame Weihnachtsfeier mit seiner Freundin Kelly, um persönlich mit einer FedEx-Frachtmaschine über den Pazifik zu fliegen. Das Flugzeug gerät in ein Unwetter, kommt bei einem Ausweichversuch weit vom Kurs ab, wird schwer beschädigt und stürzt ins Meer. Chuck überlebt als Einziger. Zwar kann er in letzter Sekunde eine der aufblasbaren Rettungsinseln aus dem Flugzeug mitnehmen, dabei reißt jedoch deren Zubehörtasche mit dem Notfallsender und der Survival-Ausrüstung ab. Er strandet auf einer kleinen Insel, felsig und mit Palmen bewachsen, aber sonst unbewohnt. Die Suche nach Chuck wird kurze Zeit später eingestellt und er wird für tot erklärt, da es durch den verlorenen Notfallsender kein Lebenszeichen von ihm gibt.

Mit dem Wenigen, was ihm geblieben ist, richtet er sich auf der Insel ein. Als Nahrung findet er Kokosnüsse, Trinkwasser gewinnt er zusätzlich durch Einsammeln von Tau und Regenwasser. Mehrere Pakete aus der Frachtmaschine werden angeschwemmt, die Chuck zunächst dienstbeflissen aufsammelt und sortiert. Der angespülten Leiche des Piloten nimmt er die Taschenlampe ab, bevor er ihn beerdigt. Mit der Taschenlampe erkundet er eine Höhle, in der er Schutz findet. Als er nachts ein blinkendes Licht am Horizont bemerkt, versucht er in der beschädigten Rettungsinsel darauf zuzupaddeln, wird jedoch von einer brechenden Welle unter Wasser gedrückt und dort an einem scharfen Felsen schwer am Bein verletzt. Erst nach diesem gescheiterten Versuch, die Insel zu verlassen, beginnt er damit, die Pakete nach etwas Nützlichem zu durchsuchen. Er findet Videokassetten, Schlittschuhe, ein Kleid und einen Volleyball – auf den ersten Blick scheinbar nutzloses Zeug. Ein einziges Paket lässt Noland ungeöffnet. Ein Symbol darauf – zwei Flügel, die von einem Band umschlungen sind – scheint ihn anzusprechen.

Nach und nach erweisen sich die vermeintlich nutzlosen Gegenstände als brauchbar. Aus den Schlittschuhkufen konstruiert er ein Beil und aus dem Kleid einen Kescher, mit dem es ihm gelingt, Fische zu fangen. Sogar der anfangs überflüssig erscheinende Volleyball bekommt existenzielle Bedeutung: Er wird, nachdem Chuck ihm mit dem Blut einer Handverletzung ein menschliches Gesicht aufgemalt hat, zu einem stummen Begleiter, mit dem er immer wieder Selbstgespräche führt oder sich berät. Nach dem Logo des Herstellers Wilson Sporting Goods auf dem Ball nennt Chuck ihn „Wilson“. Unter großen Schwierigkeiten gelingt es ihm schließlich auch, ein Feuer zu entfachen. Den schmerzenden Zahn, dessen Behandlung er für seine Dienstreise verschoben hatte, schlägt er sich mit einer Schlittschuhkufe und einem Stein selbst aus.

Zeitsprung um vier Jahre vorwärts: Chuck lebt immer noch auf der Insel, nun drahtig, mit langem Bart und verfilztem Haar. Ein angespülter Teil einer mobilen Toilettenkabine lässt ihn einen weiteren Fluchtversuch planen. Durch seine jahrelange Beobachtung des Wetters auf der Insel, kann er diesmal auch diesen Faktor zu seinem Vorteil nutzen und einen günstigen Zeitpunkt für die Flucht bestimmen. Er baut ein Floß, dessen Einzelteile er mit Rindenstreifen und den abgewickelten Magnetbändern der Videokassetten verbindet. Die halbe Toilettenkabine dient ihm als Wetterschutz und aufgeklappt als Segel. Mit Hilfe der Windkraft überwindet er erstmals die gefährliche Küstenbrandung und gelangt aufs offene Meer. Zum Essen jagt er Fische mit dem Speer, Regenwasser sammelt er mit Hilfe des Dachs und einer Plastikfolie. Das ungeöffnete Paket hat er immer noch bei sich.

Auf hoher See gerät Chuck in einen Sturm, wobei die Toilettenkabine vom Floß losgerissen wird und er damit nicht nur sein Segel, sondern auch den einzigen Schutz vor Sonne und Wetter verliert. Später geht durch die fortschreitende Auflösung seines Floßes auch „Wilson“ verloren, der ihm ein wichtiger emotionaler Bezugspunkt geworden ist. Chuck treibt während einer Flaute tagelang auf seinem Floß umher und wird schließlich, völlig entkräftet und fast besinnungslos, von der Besatzung eines Containerschiffes entdeckt und gerettet.

Chucks „Wiederauferstehung“ geht als Sensationsmeldung durch die Medien. Schmerzhaft für ihn ist, dass Kelly – nachdem er für tot erklärt wurde – ausgerechnet Chucks Zahnarzt geheiratet und mit ihm eine Tochter hat. Chuck besucht Kelly zu Hause und obwohl sie sich immer noch lieben, spüren sie beide, dass sie nicht mehr an ihre alte Beziehung anknüpfen können, da Chuck nicht das Leben zerstören will, das Kelly sich aufgebaut hat. Zu Chucks Überraschung steht in Kellys Garage immer noch sein altes Auto, welches sie ihm zuliebe nie verkauft hat. Sie überlässt ihm zum Abschied das Auto, und er macht sich damit auf den Weg nach Texas, um das ungeöffnete Paket zum Absender zurückzubringen.

Nach einer langen Autofahrt kommt Chuck an der Adresse auf dem Paket an, wo jedoch niemand die Tür öffnet. Er lässt die Sendung mit einer kurzen Notiz „Dieses Paket hat mir das Leben gerettet. Danke. Chuck Noland“ vor der Haustür zurück. Als er an einer einsamen Landstraßenkreuzung unschlüssig ist, welche Richtung er nehmen soll, hält eine junge Frau neben ihm an und erklärt ihm humorvoll, welcher Weg wohin führt. Als sie davonfährt, sieht er am Heck ihres Wagens das gleiche Symbol wie auf dem Paket. Er stellt sich auf die Kreuzung und schaut in alle vier Richtungen. Beim Blick in die Richtung, in die die junge Frau davongefahren ist, lächelt er.

Quelle: Wikipedia