Die Vorstadtkrokodile – sich selbst auch als „Krokodiler“ bezeichnend – sind eine Kinderbande, deren Eltern vorwiegend aus einfachen Verhältnissen stammen. Handlungsorte sind im Wesentlichen der Ortsteil Bracht und umliegende Ortschaften in der niederrheinischen Gemeinde Brüggen.[4]
Die Bande hat sich ein Lager nach Art eines Baumhauses in einem Wäldchen eingerichtet, ist viel mit ihren Fahrrädern unterwegs und fordert von neuen Mitgliedern eine gefährliche Mutprobe: Deshalb muss der zehnjährige Hannes auf das Dach eines alten Ziegeleigebäudes klettern.
Mit dieser Szene beginnt der Film. Hannes rutscht beim Wiederabstieg ab und kann sich in schwindelnder Höhe gerade noch an der maroden Dachrinne festhalten. In dieser gefährlichen Lage können die Bandenmitglieder ihm nicht helfen und suchen das Weite. Die dramatische Situation wird jedoch von Kurt, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, zuhause durch sein Fernrohr beobachtet. Er alarmiert die Feuerwehr, die Hannes gerade noch rechtzeitig rettet.
Hannes’ Vater gibt ihm Stubenarrest und schickt ihn zu Kurt, um sich zu bedanken. Dabei kommt das Gespräch auf eine Einbruchsserie, die seit einiger Zeit das Wohngebiet beunruhigt.
Hannes nimmt Kurt zur Waldhütte mit. Doch die übrigen Krokodiler, dem Wortführer Olaf folgend, lehnen den Rollstuhlfahrer strikt ab – nur Maria zeigt etwas Interesse. Sie und Hannes ermöglichen in Abwesenheit der anderen mit Kurt den Aufstieg ins Baumhaus.
Tags darauf findet die Bande die Hütte abgerissen vor – der Forstverwaltung war sie ein Dorn im Auge. Kurt, zu dem Hannes und Maria mittlerweile einen guten Kontakt haben, schlägt vor, ein neues Lager auf dem Gelände der alten Ziegelei einzurichten. Er hat die Krokodiler wohl gezielt auf das Gelände gelenkt – Kurt hat nachts durch sein Fernrohr einen der Einbrüche beobachtet, von denen zu dieser Zeit viel die Rede ist, und vermutet in der Ziegelei das Lager der Diebe, was er aber zunächst für sich behält. Kaum auf dem Gelände angekommen, macht er sich auf die Suche. Seine Vermutung bestätigt sich bald: Als er einen abschüssigen Gang herabstürzt, aus dem er nicht mehr aus eigener Kraft herauskommt, findet er das Versteck. Das Diebesgut ist tatsächlich auf dem Gelände der alten Ziegelei gelagert.
Die Krokodiler, die Kurt schließlich aus seiner misslichen Lage befreien, beginnen nun natürlich über die Täter zu spekulieren. Der Verdacht der Erwachsenen hat sich längst auf das Ausländerquartier in der Nähe gerichtet, Kurt aber hat drei junge Männer mit Mopeds beobachtet und hegt den Verdacht, dass Egon, der ältere Bruder des Krokodilers Frank, zu den Einbrechern gehört, äußert dies jedoch zunächst nur vage, was aber zu Spannungen zwischen Frank und Kurt führt. Allerdings ist die Stimmung innerhalb der Gruppe inzwischen zugunsten Kurts umgeschlagen, so dass sich nun Frank zunehmend ausgegrenzt fühlt.
In der Annahme, dass die Diebe, beunruhigt durch die Anwesenheit der Kinder auf dem Ziegeleigelände, ihre Beute auf die Seite schaffen wollen, lauern die Krokodiler den Einbrechern an der Ziegelei auf. Dazu wählen sie bewusst den Tag des großen Schul- und Vereinsfestes, weil sich nach ihrer Meinung die Einbrecher dann am sichersten fühlen. Tatsächlich tauchen sie auch auf dem Gelände auf – allerdings ebenso die Ausländerkinder, die die Gelegenheit wahrnehmen und aus dem schon halb beladenen Fahrzeug der Einbrecher das Diebesgut ein zweites Mal stehlen.
Die Krokodiler geraten damit in einen Gewissenskonflikt: Einerseits wollen sie Egon nicht verraten, weil sie sich Frank gegenüber verpflichtet fühlen, andererseits geraten nun die Ausländerkinder ins Visier der Polizei und der Presse, da bei ihnen Teile des Diebesgutes gefunden werden. Auch Kurts Eltern lehnen es zunächst ab, Egon anzuzeigen, da Egons Vater ein wichtiges Mitglied der Gemeindeverwaltung ist. So machen die Krokodiler der Polizei gegenüber zunächst nur unvollständige Angaben. Als aber Egon Kurt tätlich angreift und verletzt, will Kurts Vater nun doch Strafanzeige erstatten. Kurt verhindert dies auf dem Polizeirevier gerade noch, erfährt aber bei dieser Gelegenheit, dass die wirklichen Einbrecher über deren Fahrzeug ermittelt werden konnten.
Egon wird verhaftet und Frank versöhnt sich schließlich wieder mit Kurt. In der bewegenden Schlussszene des Films muss der Schauplatz der dramatischen Geschehnisse, die alte Ziegelei, Sanierungsvorhaben weichen (Zitat: „Sanierung? Was’n das?“ – „Sanierung ist, wenn alles abgerissen wird.“) und wird unter den Augen der versammelten Krokodiler gesprengt.