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Die zehn Gebote

Genre: Monumental
Land: USA
Erscheinungsjahr: 1956
Länge: 232 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Stab:

Musik: Elmer Bernstein
Regie: Cecil B. DeMille

Darsteller:

Charlton Heston: Moses

Sir Cedric Hardwicke: Pharao Sethos I.

Ian Keith: Pharao Ramses I.

Yul Brynner: Ramses II.

Anne Baxter: Nefretiri

Edward G. Robinson: Dathan

Yvonne De Carlo: Zippora

Debra Paget: Lilia

John Derek: Josua

Nina Foch: Baket, Moses’ Ziehmutter

Martha Scott: Jochebet, Moses’ Mutter

Judith Anderson: Memnet

John Carradine: Aaron

Julia Faye: Elisheba, Aarons Frau

Olive Deering: Mirjam

Babette Bain: Mirjam als Kind

Vincent Price: Baumeister Baka

Douglass Dumbrille: Jannes

Henry Wilcoxon: Hauptmann Pentaur

Eduard Franz: Jethro, Zipporas Vater

Frank De Kova: Abiram

Lawrence Dobkin: Hur Ben Kaleb

H. B. Warner: Amminadab

Donald Curtis: Mered

Francis McDonald: Simon

John Miljan: der blinde Hebräer

Woody Strode: König von Äthiopien

Fraser Clarke Heston: Moses als Säugling

Handlung:

Das Volk der Hebräer ist seit 400 Jahren in Ägypten versklavt. Als dem ägyptischen Pharao Ramses I. von seinen Astrologen zugetragen wird, dass den Sklaven ein Erlöser geboren werden soll, befiehlt der Herrscher die Tötung aller hebräischen männlichen Neugeborenen.

Die Hebräerin Jochebet (Yochabel) erspart ihrem Neugeborenen dieses Schicksal und setzt ihn in einem Bastkörbchen am Nil aus. Dort wird er kurz darauf von der kürzlich verwitweten und kinderlosen Tochter des Pharaos, Baket (Bithiah in der Originalfassung), gefunden. Sie nimmt es als eigenes Kind an und gibt ihm, da sie es aus dem Wasser gezogen hat, den Namen „Moses“. Seine Schwester Mirjam beobachtet den Vorgang.

Moses ist als ägyptischer Prinz herangewachsen. Dass er siegreich vom Äthiopien-Feldzug heimkehrt und den König des Landes südlich von Ägypten und dessen Schwester Tharbis als Alliierte gewonnen hat, wird vom Pharao Sethos I. (Sethi in der englischen Originalfassung), dem Nachfolger von Ramses I. und Bruder von Baket, sehr geschätzt. Ebenfalls bewundert wird Moses von der schönen Kronprinzessin Nefretiri (Nefertari), die den zukünftigen Pharao heiraten soll. Auf Anraten des missgünstigen Prinzen Ramses, Sethos’ leiblichem Sohn, der Moses von seinem Vater fernhalten will, wird Moses mit dem Bau einer Stadt (treasure city in der englischen Originalfassung) in Goschen beauftragt. Ramses wird ebenfalls nach Goschen geschickt. Er soll das Gerücht von einem den Hebräern verheißenen Erlöser überprüfen und diesen unter den dort arbeitenden hebräischen Sklaven ausfindig machen.

Auf der Baustelle rettet Moses einer alten Frau, Jochebet, das Leben, ohne zu wissen, dass es sich um seine Mutter handelt. Als Moses den hungrigen Sklaven das Korn der Tempelspeicher zur Verfügung stellt, hetzen Jannes, der Hohepriester, und Ramses den Pharao gegen ihn auf – Sethos hat bisher offen gelassen, ob er Ramses oder Moses zu seinem Nachfolger bestimmen wird.[1]

Ramses (zu Sethos): Die Sklaven brauchen keinen Erlöser mehr. Sie haben Moses.
Nefretiri: Soll das ein Rätsel sein?
Ramses: Er verteilt an sie das Korn der Priester. Und jeder siebte Tag ist ein Ruhetag. Sie nennen ihn Tag des Moses!
Jannes: Dieser Mann macht sich selbst zu einem Gott!
Nefretiri: Als Mann wäre er mir lieber.
Ramses: Und am liebsten als Pharao.

Moses beweist gegenüber dem Pharao, gerade, als ein riesiger Obelisk aufgestellt wird, dass er genau den verlangten Auftrag erfüllt. Der Pharao gewährt ihm nun, dass in den Pylonen neben seinem eigenen Namen auch der des Moses stehen soll.

Die traditionsbewusste Sklavin Memnet verrät Nefretiri, die in Moses bereits den Thronfolger sieht und daher ihre Hochzeit mit ihm vorbereitet, das bisher gehütete Geheimnis, dass Moses in Wirklichkeit ein hebräischer Sklave ist, den Baket, die Schwester des Pharaos, aus dem Nil zog. Sie erwähnt auch, dass ein kleines Mädchen sie damals zu Jochebet brachte und Moses so von seiner leiblichen Mutter gestillt wurde. Nefretiri gerät darüber so in Wut, dass sie die alte Sklavin erwürgt. Moses erscheint bei der Prinzessin und findet das von Memnet fallen gelassene levitische Tuch, in das er als Säugling gewickelt war. Nefretiri will ihn davon abhalten die Wahrheit zu erfahren, doch schließlich gesteht sie die Zusammenhänge. Baket bestreitet zunächst seine unadelige Herkunft. Als sie jedoch seiner hebräischen Familie zur Flucht verhelfen möchte, erkennt Prinz Moses, dass er tatsächlich Hebräer ist. Er beginnt nun ebenfalls, als Sklave zu arbeiten und ihre Knechtschaft aus eigener Erfahrung kennenzulernen.

Der Baumeister Baka nimmt sich das hebräische Wassermädchen Lilia als Haussklavin. Josua, der sie liebt, befreit sie und wird dabei gefangen genommen. Als Baka ihn auspeitscht, kommt Moses hinzu und tötet den Ägypter.[1]

Josua: Warum trägst du die Kleider eines Sklaven? Warum tötet ein ägyptischer Prinz einen Baumeister des Pharao und rettet einen Hebräer?
Moses: Ich bin ein Hebräer.
Josua: Oh Gott Abrahams, 400 Jahre haben wir gewartet. […] Der Allmächtige hat unser Rufen vernommen und uns erhört. (zu Moses) Du bist der, den er verheißen hat!
Moses: Ich weiß nicht von eurem Gott.
Josua: Aber er weiß von dir. […] Du wirst uns erlösen. Der Finger Gottes wird dir den Weg weisen.

Die beiden werden vom opportunistischen Israeliten Dathan beobachtet. Dathan meldet seine Kenntnisse an Prinz Ramses, der Moses in Ketten vor den Pharao bringen lässt. Die hebräische Herkunft würde Sethos verzeihen, doch als Moses erklärt, dass er zwar nicht der Erlöser sei, aber die Sklaven befreien würde, wenn er die Gelegenheit dazu bekäme, ist der Pharao betrübt, erklärt Ramses zu seinem Nachfolger und überlässt ihm auch das Schicksal von Moses. Moses’ Name wird aus allen Dokumenten und von allen Bauwerken getilgt, damit er im Gedächtnis der Menschen für alle Zeiten ausgelöscht werde. Ramses verbannt Moses in die Wüste. Dathan erhält für seine Dienste das Haus des Baka und steigt zum Statthalter auf. Lilia nötigt er, ihn zu heiraten, wofür er Josua den Tod erspart.

Nach der Wanderung durch die Wüste, bei der Moses beinahe vor Hunger und Durst umkommt, wird er vom Stamme des Beduinenscheichs Jethro, eines Nachkommen von Ismael, aufgenommen und heiratet dessen älteste Tochter Sephora. In Ägypten stirbt unterdessen Pharao Sethos.[1]

Sethos: Wenn die Sonne aufgeht, bist du Pharao, Prinz Ramses. Dann wirst du wohl endlich zufrieden sein.
Ramses: Ich bin glücklich, dein Sohn zu sein. Du hast die Ordnung in Ägypten wiederhergestellt. Ich werde dafür sorgen, dass dieses Land von allen gefürchtet wird.
Sethos: Zweifellos, zweifellos wirst du über alle Dinge Herr werden – nur über deine Vermessenheit nicht.

Einige Jahre sind vergangen. Moses und Sephora haben einen Sohn. Zu ihnen flieht Josua; er bringt Moses die für die hebräischen Sklaven in Ägypten unter Ramses untragbare Situation nahe. Moses begibt sich auf den Berg Horeb und wird dort von Gottes Stimme im „Brennenden Busch“ beauftragt, nach Ägypten zurückzukehren und sein Volk in die Freiheit zu führen. Sephora und Josua begleiten ihn.

Moses tritt mit seinem Bruder Aaron vor Pharao Ramses und fordert die Freiheit des Volkes Israel. Als Beweis der Macht des Gottes der Israeliten verwandelt er seinen Stab in eine Kobra. Auch der Hohepriester des Pharao vollbringt einen solchen Zauber. Als die Schlange vom Stab des Moses die anderen verschlingt und sich wieder in den Stab verwandelt, will Ramses dieses Zeichen nicht anerkennen und verhöhnt Moses. Des Weiteren verschärft er die Anforderungen an die israelitischen Sklaven. Daraufhin beschwört Moses Plagen über Ägypten. Als der Pharao schließlich bereit ist, das Volk ziehen zu lassen, wird er von der von Moses enttäuschten Nefretiri aufgehetzt. Ramses will nun jeden Erstgeborenen der Hebräer töten lassen, Nefretiri sorgt dafür, dass Sephora mit ihrem Sohn, einem Erstgeborenen, fliehen kann. Als Moses die Pharaonengattin in seiner Behausung vorfindet, bleibt er für ihre Reize unempfänglich. Als sie ihm vom Dekret des Pharao erzählt, erkennt er, dass durch göttliche Wirkung nun alle erstgeborenen Ägypter sterben werden. In der Nacht des Unheils flieht Baket zu Moses – sie wird mit ihm und seinem Volk ziehen.[1]

Baket: Ein großes Leuchten strahlt von deinem Antlitz aus, Moses. Vielleicht komme ich auch dahin, dass ich es verstehe.

Mit Lammblut an den Türstöcken schützen sich die Hebräer vor dem Tod. Als Ramses die Gefahr, vor allem seinem Sohn gegenüber, erkennt, lässt er sie ziehen.[1]

Ramses: Du wurdest aus dem Nil gezogen, um mir zum Fluch zu werden. Dein Schatten fiel zwischen mich und meinen Vater, zwischen mich und meinen Ruhm, zwischen mich und meine Königin. Wohin dein Schatten nunmehr fällt, bringt er uns den Tod. Zieht fort von uns, du und dein Volk. Ich lasse euch frei.
Moses: Es ist nicht die Macht deines Willens noch das Werk meiner Hände, dass mein Volk frei ist, Pharao. Die Macht Gottes hat uns befreit.

Unter Führung von Moses und Josua kommt es zum Exodus der Hebräer. Nachdem sein eigener Sohn gestorben ist, zieht Pharao Ramses, aufgestachelt von Nefretiri, dann doch mit einer Armee hinter den Ausziehenden her. Durch göttliche Fügung wird seiner Streitmacht für einige Zeit der Weg durch eine riesige Feuersäule versperrt. Moses teilt das Rote Meer, so dass dem Volk Gottes ein Fluchtweg zur Verfügung steht. Die Armee von Ramses nimmt die Verfolgung auf, wird aber in den zusammenstürzenden Fluten vernichtet. Ramses ist gebrochen und erkennt schließlich die Größe des hebräischen Gottes an.

Am Fuße des Berges Sinai angelangt, schlägt das Volk ein Lager auf, und Moses begibt sich auf den Berg, um Gottes Gebote entgegenzunehmen. Mit flammenden Blitzen schreibt Gott die Zehn Gebote in zwei Steintafeln. Da der Aufenthalt von Moses auf dem Berg über mehrere Wochen andauert, verlieren die Israeliten den Glauben und halten Moses für tot. Sie bauen, nach Einflüsterungen des intriganten Dathan, ein Götzenbild in Form eines „Goldenen Kalbes“ und beginnen, eine Orgie zu feiern. Als Moses dies bei seiner Rückkehr sieht, zerschmettert er im Zorn die mitgebrachten Steintafeln mit den Zehn Geboten auf dem Goldenen Kalb, das explodiert. Die Erde tut sich auf und verschlingt alle, die sich nicht auf seine Seite begeben hatten. Unter den Toten ist auch Dathan. Lilia, die sich schon seit Beginn des Exodus immer mehr an Josua orientiert hat, kommt mit ihm jetzt endgültig zusammen.

Gott lässt die Israeliten nun 40 Jahre durch die Wüste wandern, um zu sehen, ob sie sich an seine Gebote halten. Als sie am Jordan ankommen, darf Moses selbst das „Gelobte Land“ nicht betreten, da der Herr über ihn erzürnt ist, weil er ihm um seines Volkes Willen oft ungehorsam war. Moses beauftragt und ermächtigt Josua, das Volk über den Jordan zu führen. Seinem Neffen Eleasar gibt er die fünf Bücher, die gemeinsam mit den nochmals von Gott geschaffenen Steintafeln mit den zehn Geboten in der Bundeslade aufbewahrt werden sollen. Moses, vom Herrn gerufen, macht sich auf seinen letzten Weg. Er stellt sich auf einen Felsen und sieht seine Angehörigen ein letztes Mal.

Quelle: Wikipedia