Mörder ahoi!

Genre: Krimi
Land: UK
Erscheinungsjahr: 1964
Länge: 89 Min.
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Stab:

Musik: Ron Goodwin
Regie: George Pollock

Darsteller:

Margaret Rutherford: Miss Jane Marple

Lionel Jeffries: Kapitän Sidney de Courcy Rhumstone

Charles Tingwell: Oberinspektor Craddock

William Mervyn: Commander Breeze-Connington

Joan Benham: Hausmutter Alice Fanbraid

Stringer Davis: Mister Jim Stringer

Nicholas Parsons: Dr. Crump

Miles Malleson: Bischof Faulkner

Henry Oscar: Lord Rudkin

Derek Nimmo: Unterleutnant Humbert

Gerald Cross: Kapitänleutnant Dimchurch

Norma Foster: Hausmutter-Assistentin Boston

Terence Edmond: Sergeant Bacon

Francis Matthews: Leutnant Compton

Lucy Griffiths: Millie

Bernard Adams: Zögling Dusty Miller

Tony Quinn: Landstreicher Kelly

Henry Longhurst: Cecil Ffolly-Hardwicke

Handlung:

Nach dem Tod ihres Onkels erbt Miss Marple dessen Mandat in der von ihrem Großvater gegründeten Stiftung Kap der Guten Hoffnung, zur Besserung „moralisch gefährdeter“ männlicher Jugendlicher (im engl. Original: Hooligans). Diese sollen, als Jungmatrosen auf dem unter militärischer Disziplin stehenden Stiftungssegelschiff HMS Battledore, wieder auf den Pfad der Tugend zurückgeführt werden. Während der jährlichen Kuratoriumssitzung stirbt das Vorstandsmitglied Ffolly-Hardwicke unerwartet an Herzversagen. Miss Marple glaubt nicht an einen natürlichen Tod, denn kurz vor seinem Ableben hatte der Verblichene ein dringendes Anliegen vorzubringen, kam aber nicht mehr zu Wort. Die Hobbydetektivin registriert zwei merkwürdige Umstände: Der Inhalt der Schnupftabakdose des Toten ist plötzlich verschwunden und ebenso plötzlich steht ein an die Feuerleiter des Gebäudes grenzendes Fenster des Sitzungsraums weit offen. Oberinspektor Craddock glaubt trotzdem nicht an ein Verbrechen.

Anhand eines verschütteten Rests des offenbar gestohlenen Schnupftabaks weist Miss Marple in ihrem hauseigenen improvisierten Chemielabor nach, dass der Tabak mit einer tödlichen Dosis Strychnin versetzt war. Als eifrige Krimileserin erkennt sie auch, dass der Mord einem Schema des Romans „Die Todesbüchse“ (im Original: The Doom Box) folgt. Da das verstorbene Kuratoriumsmitglied erst kürzlich die HMS Battledore inspiziert hatte, vermutet Miss Marple hier mit dem Mord einen Zusammenhang.

Jetzt begibt sich die alte Dame ihrerseits zu einem mehrtägigen Inspektionsbesuch auf die Battledore. Mr. Stringer quartiert sie in einem seeseitig gelegenen Hotel ein, um ihm ihre Erkenntnisse nachts per Taschenlampensignal zu morsen. An Bord ist der neugierige Besuch jedoch seitens der Schiffsoffiziere, die als nicht mehr aktive Angehörige der Royal Navy auch als Lehrer der moralisch labilen Jugendlichen fungieren, nicht gerne gesehen. Es stellt sich heraus, dass das gesamte erwachsene Personal auf die ein oder andere Weise gegen die Stiftungsstatuten verstößt. Zudem gibt es binnen kurzem zwei weitere Todesfälle: Leutnant zur See Compton wird mit einem Offiziersdegen erstochen und am Besanmast, einem Verräter gleich, aufgehängt; dann stirbt die Assistentin der Hausmutter, Miss Boston, durch eine wahrscheinlich mit Curare präparierte Nadel. In der Schiffsbibliothek findet Miss Marple eine Ausgabe von „Die Todesbüchse“, welche dem unbekannten Mörder anscheinend als Anleitung diente.

Als Urheber aller Todesfälle entpuppt sich letztlich Commander Breeze-Connington: Der Rechnungsführer der HMS Battledore hatte 20 Jahre lang die Zahl der an Bord befindlichen Jugendlichen zu hoch angegeben und die von der Stiftung zu viel gezahlten Unterhaltsgelder in die eigene Tasche gesteckt. Nicht nur das mittels vergiftetem Schnupftabak ermordete Kuratoriumsmitglied Ffolly-Hardwicke war dem Betrüger die Schliche gekommen, sondern auch Leutnant Compton, der Breeze-Connington nun erpresste. Daneben hatte Compton, als Lehrer für „Disziplin und Charakterfestigung“, einige der jugendlichen Schutzbefohlenen zu Villeneinbrüchen an Land animiert, mit dem Zögling Heller Miller (im Original: Dusty Miller) als Anführer. Mit Compton unter einer Decke steckte Miss Boston, die für ihn lohnende Objekte ausspähte, indem sie mit ihrem naiven, aus gutem Hause stammenden heimlichen Verlobten, Unterleutnant zur See Humbert, zahlreiche Empfänge und Partys der besseren Gesellschaft besuchte. Nach Comptons Tod hatte Boston den erbeuteten Juwelenschmuck an sich gebracht und für ihn ein neues Versteck gesucht. Dabei griff sie nichtsahnend in ein ausgedientes Kanonenrohr, das aber Breeze-Connington als Gelddepot nutzte und mit vergifteten Mausefallen gesichert hatte.

Quelle: Wikipedia